


Mittwoch, 10. April 2013, 19.30 Uhr, Händel-Haus, Renaissance-Raum
Familie Händel zwischen den Höfen
Georg und Georg Friedrich Händel in ihren Abhängigkeiten von den Mächtigen in Halle, Weißenfels und Berlin
Aus der Reihe: Musik hinterfragt
Vortrag von Dr. Konstanze Musketa I Stiftung Händel-Haus
Georg Friedrich Händel wurde im März 1702 Organist der reformierten Domgemeinde in Halle. Er war zu dieser Zeit 17 Jahre alt, hatte sich gerade als Student in die Matrikel der hallischen Universität eingeschrieben und wollte nur nebenbei mit dem Orgel spielen etwas Geld verdienen – wohl sein erstes selbstverdientes Geld überhaupt. Für den Organistendienst war er „seiner Geschicklichkeit halber“ empfohlen worden; weil er aber zu keiner reformierten Gemeinde gehörte, sondern ein „evangelisch-lutherisches Subjectum“ war, erhielt er die Stelle nur für ein Jahr zur Probe. Die Kirche, in der er seinen Dienst tat, nannte sich zu dieser Zeit offiziell „Königliche Schloss- und Domkirche“.
Warum die Kirche eigentlich gar keine Domkirche, aber durchaus eine Schlosskirche war, wieso sie zu Händels Zeit offenbar einem König gehörte, und was diese Kirche, die mit ihr verbundene Residenz und ihre Herren – Herzöge, Kurfürsten und Könige – mit Händel und seiner Familie zu tun hatten, darüber wird in dem Vortrag auch einiges Neues zu erfahren sein.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.
Quelle: Stiftung Händel-Haus