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Engel der Nacht

  • Comeback mit Herz und Haltung: Olaf Bleck feiert 40 Jahre Bühne und blickt nach vorn

    Nach einer kreativen und gesundheitlich bedingten Auszeit im Jahr 2025 meldet sich der Künstler ausgerechnet im Jubiläumsjahr seiner 40-jährigen Bühnenkarriere eindrucksvoll zurück. Das Comeback ist für ihn mehr als nur eine Rückkehr – es ist ein emotionaler Neuanfang, geprägt von Dankbarkeit und neuer Energie. Besonders die ersten Momente zurück auf der Bühne beschreibt er als intensiv und außergewöhnlich, getragen von der direkten Verbindung zum Publikum. Gleichzeitig markiert die Veröffentlichung neuer Musik einen wichtigen Schritt, um auch künstlerisch neue Akzente zu setzen. Mit der Neuinterpretation bekannter Titel und frischen Songs gelingt ihm der Spagat zwischen Tradition und Weiterentwicklung. So wird das Jubiläumsjahr nicht nur zum Rückblick, sondern vor allem zu einem kraftvollen Blick nach vorn.

    Nach Ihrer kreativen und gesundheitlich bedingten Auszeit im Jahr 2025 stehen Sie nun ausgerechnet im Jubiläumsjahr Ihrer 40-jährigen Bühnenkarriere wieder auf der Bühne: Wie haben Sie diesen Moment des Comebacks erlebt?

    Es immer ein besonderer Moment auf der Bühne zu stehen, aber nach der Auszeit war es schon noch einmal etwas Besonderes. Auch wieder einen neuen Song produzieren zu können im Jubiläumsjahr ist etwas sehr Schönes. 

    Ihre Neuinterpretation der „Zaubermelodie“ hat großen Anklang gefunden; was macht diesen Titel Ihrer Meinung nach gerade heute wieder so zeitlos und besonders?

    Ich glaube der Song hatte schon immer etwas Besonderes und Zeitloses, weil er das Gefühl einer schönen Erinnerung und der Hoffnung trägt.

    Das mussten wir bei der Neuaufnahme berücksichtigen.

    Ich glaube , das Erfolgsgeheimnis dieser Neuaufnahme ist, dass wir eben nicht das Original mit aller Gewalt und bis zur Unkenntlichkeit auf „modern“ getrimmt haben,

    sondern den ursprünglichen Charakter des Originals mit Respekt behandelt und bewahrt haben.

    Mit Ihrer aktuellen Single „Engel der Nacht“ wollen Sie die Tanzflächen zurückerobern: Worauf dürfen sich Ihre Fans musikalisch und vielleicht auch emotional einstellen?

    Mir ist es bei meinem Songs immer wichtig, dass die Geschichte die ich erzähle lebensnah und für die Fans nachvollziehbar ist. 

    Halt Storys, in denen sie sich selbst wiedererkennen und wiederfinden, und somit emotional abgeholt werden. 

    Dazu muss dann das musikalische Arrangement diese Emotionalität unterstützen, und wenn dann das ganze noch zum Tanzen einlädt,

    dann ist die Mischung perfekt.

    Genau, das haben wir beim Titel „Engel der Nacht“ ,glaube ich, wieder gut  im Team hinbekommen, wie aktuelle Hitparadenplatzierungen z. B. in der DJ-Hitparade zeigen. 

    Sie bezeichnen sich selbst als „Tanzmusiker. Was steckt für Sie persönlich hinter diesem Begriff, gerade nach so vielen Jahren im Showgeschäft?

    Ganz einfach: Ich komme aus der Tanzmusik. Ich habe 35 Jahre als Musiker in Bands auf den verschiedensten Veranstaltungen auf der Bühne gestanden und „zum Tanz“ aufgespielt.

    Und der Schlager war und ist schon immer Tanzmusik im besten Sinne.  Und auch zu meiner Musik, kann man hervorragend tanzen. Und ich freue mich immer sehr, wenn das Publikum bei einem Auftritt nicht nur auf den Stühlen sitzen bleibt und zuhört, sondern, sofern die Räumlichkeit es zulässt,  sich traut, aufsteht und wirklich anfängt zu tanzen. 

    Für Ihren neuen Titel haben Sie mit einem erfolgreichen Team rund um Jascha Welzel, Andreas Gero Schulze und Peter Werba zusammengearbeitet. Wie ist diese Zusammenarbeit entstanden und was macht sie für Sie besonders?

    Nach meiner Pause habe ich mir überlegt wie geht  es weiter. Und als Musiker muss man sich ja auch immer weiter entwickeln, mit der Zeit gehen und dem Publikum neue Anreize bieten.

    Die Zusammenarbeit  mit dem neuen Team kam auf meine eigene Initiative hin.  Ich beobachte immer den  Markt und schaue wer was macht und wie erfolgreich andere sind. Das heißt ja nicht zu kopieren, aber sich am Markt zu orientieren finde ich absolut legitim. Also habe ich den Kontakt zu Jascha Welzel gesucht, der aktuell zu einem der erfolgreichsten Komponisten  im Schlager gehört, und mit Ihm besprochen ob und wie er sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnte. 

    Das besondere daran für mich ist, dass man durch so ein neues Team auch immer neuen kreativen Input und Sichtweisen bekommt. Und genau dass macht eben den Reiz und den Spass am musizieren aus. 

    Gleichzeitig bleiben Sie Ihrem langjährigen Team um Michael Murauer und G. G. Anderson treu. Wie wichtig ist Ihnen dieses Zusammenspiel aus Vertrautem und neuen kreativen Einflüssen?

    Den Reiz der neuen kreativen Einflüsse habe ich ja eben schon geschildert. Aber für gute Ergebnisse und erfolgreiche Produktionen finde ich es auch wichtig, dass ein  gutes Fundament vorhanden ist.

    Dies habe ich durch die langjährige Freundschaft zu Michael Murauer als bisherigem Produzent . 

    Mit G. G. Anderson ist das etwas anderes, aber dafür  ganz besonderes, obwohl wir uns, im Vergleich zu  M. Murauer, noch nicht so lange persönlich kennen.

    (was verwunderlich ist, da wir nur knapp 15 km voneinander entfernt wohnen).

    Mit ihm hat es menschlich sofort gepasst, und ich wäre, mit Verlaub gesagt, verrückt, wenn ich die Erfahrung und Unterstützung einer solchen Ikone ausschlagen würde.

    Was er an Support, insbesondere bei den Vocal-Aufnahmen, leistet ist so wertvoll. Das kann man nicht mit Geld aufwiegen.

    Nicht nur mit Ratschlägen, sondern mit aktivem zutun, wie z. B.  schwierige Phrasen demonstrieren, oder zusätzliche Backvocals einsingen ist er immer voll dabei.  

    Und genau dieses harmonische Zusammenspiel  zwischen uns dreien, meine ich mit dem oben beschriebenen Fundament. 

    Die Schlagerbranche hat sich über die Jahrzehnte stark gewandelt. Wie haben Sie diese Veränderungen wahrgenommen und wo sehen Sie Ihren Platz in der heutigen Musiklandschaft?

    Wie alles unterliegt natürlich auch der Schlager einem Wandel im Laufe der Jahre, und durch meine Tätigkeit in den Bands habe ich das ja aktiv mitbekommen.

    Auch ist es selbstverständlich, dass  moderne Einflüsse  den Wandel des Schlagers nicht nur begleitet sondern ganz entscheidend geprägt haben. Insbesondere die technischen Möglichkeiten heutzutage Musik zu produzieren haben sehr dazu beigetragen.

    Aus meiner Sicht leider nicht nur im positiven.  Die ganz großen Stars  wie z. B. ein Roland Kaiser, eine Helene Fischer oder Andrea Berg beherrschen die Scene, weil ich ihre Produktionen qualitativ immer noch sehr vom Rest abheben, weil die Arrangements ausgefeilt sind und Wiedererkennungsmerkmale haben, während das Grand der Produktionen zwar produktionstechnisch immer noch gut gemacht, aber die Arrangements doch sehr gleich und austauschbar sind. Ich vermisse die Songs mit ausgefeilten Arrangements, mit Bläsersätzen und Streichern und Soloparts. Alles klingt heute nach 1 bis 5 verschiedenen Synthesizern und Drumcomputern. Daher ist das Ganze auch sehr schnelllebig, und es kommt in relativ kurzen Abständen immer wieder eine Fülle an neuen Songs auf den Markt, der an sich schon überfüllt ist.  Kein Song oder Künstler hat, oder bekommt, die Zeit sich zu entwickeln. Das ist in meinen Augen sehr schade, weil dadurch bestimmt einiges an guten Songs und vielversprechenden Künstlern durch das Raster fällt und wieder verschwindet.  Die o. g.  ausgefeilten Arrangements oder gar diesbezügliche Experimente, wie z. B. ein Saxophonsolo oder ähnliches, sind heute einfach nicht mehr gewünscht. Songs die länger als 3 Minuten  laufen sind nicht gewünscht, weil sie nicht ins Sende- oder Streamingformat passen bzw. weil die Gefahr zu groß ist, das der Zuhörer weiterskippt oder umschaltet. 

    Und die zunehmenden Produktionen mit KI Plattformen wie Suno und ähnlichen, machen das Ganze nicht besser, im Gegenteil.

    Ich persönlich sehe meine Platz in der Musikbranche, genau da wo ich jetzt bin. Als Sänger und Künstler auf der Bühne, der das Publikum mit ehrlichem Handwerk, also Livegesang unterhält und für ein paar Stunden aus dem Alltag holt. Solang das möglich ist werde ich das tun. Ich habe eben das Glück, das die Musik für mich hauptsächlich Leidenschaft ist, und ich einen (Haupt-) Beruf habe, der unabhängig der Musikbranche  funktioniert. 

    Gab es während Ihrer Pause Momente des Zweifelns, in denen Sie unsicher waren, ob Sie überhaupt noch einmal auf die Bühne zurückkehren werden?

    Ganz klar Antwort: Nein. Zweifel daran, wieder Musik zu machen gab es nie. Es war nur die Frage, wie ich es tue. 

    Wenn Sie auf vier Jahrzehnte Bühnenleben zurückblicken: Welcher Moment hat Sie persönlich am nachhaltigsten geprägt und warum?

    In den 35 Jahren Tanzmusik in Bands habe ich bis zu 70 Auftritten im Jahr gespielt. Da gab es sicherlich den ein oder anderen Moment, aus dem man seine Lehren gezogen hat und der die spätere Laufbahn beeinflusst  hat.  Aber einen bestimmten zu benennen, und zu sagen: „Das war jetzt entscheidend!“  Da könnte ich jetzt keinen benennen.  

    In den letzten Jahren, war es sicherlich der Anruf von G. G. Anderson, als er im Studio meine Debutsingle „Cabriolet“  gehört hat, den Song gut fand, und seine Hilfe angeboten hat. 

    Das war so die ganz persönliche Motivation, den Weg als Solo-Künstler zu gehen. 

    Zum Abschluss: Was möchten Sie Ihren Fans und den Leserinnen und Lesern der Internetseite „Hallepost.de“ gerade jetzt, in dieser Phase des Jubiläums und Neubeginns, mit auf den Weg geben?

    Gerade in der heutigen schwierigen Zeit ist es wichtig an sich selbst zu glauben, und auf sich selbst zu vertrauen.  Sich über Fehler anderer, oder äußere Umstände aufzuregen, macht keine Sinn, weil man dadurch nichts ändert. Es kostet einem nur selbst Kraft, und raubt einem Zeit die man viel besser  für sich selbst investieren und genießen sollte.

    Wenn man, wie ich, einmal selbst erfahren hat, das innerhalb weniger Augenblicke alles vorbei sein könnte, dann bekommt man eine andere Sichtweise auf die Dinge und hört auf sich um andere Dinge zu kümmern. An sich selbst und seine Familie denken, auf sich selbst und seine Familie achten ( ich meine nicht Egoismus). Das ist das Wichtige.  Sucht und tut Dinge an denen ihr Freude habt und die Euch gut tun.  Seid stolz auf das, und zufrieden mit dem, was ihr erreicht habt und hört auf dem nächsten unwichtigen Ziel hinterher zu rennen.  Das ist wäre Rat.  Aber auch das muss jeder für sich selbst entscheiden. 

    Das Interview führte Franca Barthel , wir danken ganz herzlich dafür und wünschen Olaf Bleck viel Erfolg mit der neuen Single und freuen uns weiterhin von Ihm zu hören.

    Hier kann man sich den Song anhören

     

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